Paranoia der 50er Jahre: „Körperfresser“ und „Krieg der Welten“

Paranoia der 50er Jahre: „Körperfresser“ und „Krieg der Welten“

Das Sci-Fi-Genre eignet sich nicht nur für große und aufwendige Produktionen. Bis heute ist es auch für das sogenannte B-Movie-Genre angesagt. Das müssen keineswegs schlechte Filme sein. Es waren nur oft Filme, für die man nicht die Topstars gewinnen konnte.

Dabei haben die oft billigen Sci-Fi-Filme der 50er Jahre eine enorme gesellschaftliche Relevanz gehabt. Stephen King widmet sich ihnen ausgiebig in seinem Sachbuch „Danse Macabre“, in dem er die phobischen Druckpunkte ganzer Gesellschaften als fruchtbare Angstquelle verortet. Ein solcher Druckpunkt war in den USA die Nachricht vom erfolgreichen Start des Sputnik-Satelliten durch die UdSSR.

In den folgenden Jahren folgten zahlreiche Alien-Invasions-Filme, die allegorisch die Angst vor einer möglichen Übermacht der Sowjets thematisierten. Dabei wurde der eigentliche Gegner nicht beim Namen genannt. Aber es gelang, die um sich greifende Paranoia in manchmal einfache, aber umso wirksamere Sci-Fi-Geschichten im Kino zu übertragen.

Diese hatten ihren Ursprung nicht nur bei H.G. Wells und Orson Welles, sondern auch in den Pulp Magazinen dieser Zeit. Das waren bildhafte Geschichten ähnlich wie Comics, in der oft attraktive Frauen vor klebrigen Außerirdischen gerettet werden mussten. Auch hier gab es echte Meilensteine, wie „Die Invasion der Körperfresser“. Der Film, der die Bedrohungselemente subtil entwickelt, hat auch heute nichts von seiner Kraft verloren.

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